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Thomas Demand
Phototrophy
HC, 37 x 31 cm., 128 pp.
Schirmer / Mosel 2004

"Thomas Demand ist die Nachtspeicherheizung der Fotokünstler. Seine Fotos sind die Fahndungsfotos subjektiver Erinnerungen. Diese Räume gibt es nicht. Die Modelle werden nicht gezeigt, nur die Fotos. Aber an ihren Vorbildern, den historischen Orten hat etwas stattgefunden. Thomas Demand gibt nicht vor, fremde Empfindungen zu verstehen, noch drängt er uns seine Wahrnehmung auf. Die Beute, die Demand präsentiert, ist unschuldig, der Effekt beim Betrachter ist Verzweiflung, weil man an die Wirklichkeit nicht herankommt. Aber basteln hilft..." (Nora Sdun, Frankfurter Allgemeine am Sonntag, 28.Nov. 04.)

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über das faszinierende Gesamtwerk von Thomas Demand, der zu den gefeiertsten zeitgenössischen Photokünstlern zählt. Eigentlich ist er eher ein Bildhauer. Demands Photographien einer Küche, eines Copy Shops oder einer Parkgarage lösen die Erwartungen des Betrachters nicht ein. Was auf den ersten Blick wie die Abbildung eines alltäglichen Ortes aussieht, erweist sich beim genauen Hinsehen als gebaute Rekonstruktion der Wirklichkeit. Sie vereint den Effekt einer Fälschung mit dem Vorgang der Simulation. Menschenleere und Zeichenlosigkeit sind die Kennzeichen der Photographien von Thomas Demand. Auf ihnen bildet er perfekt ausgeleuchtete Räume und Architekturen ab, die er nach Vorbildern der Wirklichkeit aus makellosem Papier in Originalgröße nachbaut. Die Wirkung ist verblüffend. Nach der Wirklichkeit ist ein Modell gebaut, und die Photographie ist das bildliche Dokument dieses Modells, aus der die Realität wieder hervortritt.

 


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