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Pieter Hugo
The Hyena & Other Men
HC, 29,5 x 25 cm., o.pp. - 4th printing
Prestel 2008 (2007)
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"Alle paar Jahre gibt es solche epochalen Foto-Essays, die formal und künstlerisch nicht unbedingt bahnbrechend sein müssen. Meist sind sie auch keine journalistischen Meisterleistungen, und doch treffen sie einen Nerv, weil sie in wenigen Bildern alles über einen neuralgischen Punkt der Geschichte erzählen.
Robert Franks "The Americans" war so ein Essay, weil es der Welt erstmals die Melancholie hinter der amerikanischen Aufbruchsstimmung vorführte, Garry Winogrands "Arrivals and Departures" erzählte von den Verheißungen des "Jet Age", Bruce Webers "O Rio de Janeiro" vom nahenden goldenen Zeitalter, Ken Schles' "Invisible City" vom Sterben der alten Stadtkulturen und Peter Gransers "Sun City" von der Verzweiflung des ewig jugendlichen Lebens.

Angefangen hatte für Pieter Hugo alles mit einem Schnappschuss, den ein Unbekannter von der Rückbank eines Autos aus mit dem Handy aufgenommen hatte. Da sah man einen der Hyänenmänner, wie er vor den entsetzten Passanten in Lagos eine bullige Hyäne an einer schweren Kette durch die Straßen führt. Seit Jahren zirkuliert dieses Bild im Internet. Niemand wusste, was wirklich darauf zu sehen ist. Nigerianische Zeitungen schrieben einmal, es handle sich um Bodyguards, dann wieder, es seien Geldeintreiber oder Bankräuber, die ihre Opfer mit den Tieren bedrohen. So begann Hugo seine Suche." Andrian Kreye, Süddeutsche Zeitung -

Nachdem Hugo in Italien dieses Jahr zwei etwas untergegangene Bücher publizierte, wird der 31-Jährige jetzt mit diesem bei Prestel erschienenen Buch zu recht noch bekannter werden. Die Hyänen - Männer waren einer unserer Spitzentitel auf der diesjährigen Paris Photo!

 


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